Größe und Breite deines Rings sind der Teil des Visierbildes, den du anpassen kannst. Während die Scheibengröße und ihre Helligkeit vom Ausrichter und von der Witterung diktiert werden, sind dir alle Variationen in und an deinem Korntunnel freigestellt.
Erfahrene Schützen machen die Wahl und die Einstellung des Ringkorns zu einer Wissenschaft. Im Training, beim Probeschießen und nicht zuletzt während des laufenden Wettkampfes wird unablässig getestet und nachjustiert. Dabei zeigt sich immer wieder, das ein Zehntel an der Kornöffnung unerwartete Effekte frei setzt: Wenn du gut schießt, aber mit dem Sitz deiner Treffer nicht zufrieden bist, solltest du dein Korn geringfügig öffnen oder schließen. Häufig genügt dieser schlichte Griff, um die Schüsse zu zentrieren. Übe deshalb im Training das Verstellen des Korns während der Serie, damit du dich an die Bewegung und vor allem die Möglichkeiten dieses Kunstgriffes gewöhnst. Experimentiere mit geringfügigen Wechseln des Innendurchmessers und beobachte jeweils die Wirkung auf dein Schussbild. Das gilt für Luftgewehr- und KK-Schießen, gerade auch in den Aufgelegt Wettbewerben, wo jedes Zehntel zählt...